Diese Seite drucken

Paphos Kulturhauptstadt 2017 Empfehlung

Artikel bewerten
(1 Stimme)

Im Südwesten der Republik Zypern gelegen, ragt Paphos im Jahr 2017 – gemeinsam mit Aarhus in Dänemark – kulturell heraus. Die beiden Städte sind Kulturhauptstädte, erhielten den Titel von der Europäischen Union.

Zur Geschichte von Paphos

Die Hafenstadt Paphos, heute etwa von 33.000 Menschen bewohnt und deren Besiedlung archäologisch bis in die Bronzezeit zurückgeht, wurde von Griechen, Osmanen und Persern erobert und beherrscht. Sie alle hinterließen ihre Spuren. Die Stadt wurde um 1400 vor Christus gegründet und wenig später dem Ptolomäerreich angegliedert.
Eine Inschrift auf der Kition-Stele, die 1845 in Kition bei Larnaka entdeckt wurde, gilt als eine der ersten historischen Erwähnungen von Paphos und geht auf die Zeit des Assyrerkönigs Asarhaddon zurück, der von 680 bis 669 vor Christus lebte.

Sehenswert und attraktiv

Das Wahrzeichen von Paphos, das ähnlich einem Felsen aus dem Meer ragt, ist das mittelalterliche Kastell. Die Burg befindet sich direkt am Hafen. Erbaut wurde sie 1592.
Um die Antike zu erkunden, ist der Archäologische Park Pafos, der ein Drittel der antiken Stadt ausmacht, ein Muss für Besucher! Bei einem Rundgang durch den Park, dessen Überreste von Bauwerken aus der hellenistisch-römischen Zeit von 300 v. Chr. bis 400 n. Chr. stammen, stellen die gut erhaltenen Mosaikböden eine besondere Attraktion dar. Von kleinen Aussischtstürmen hat man einen sehr übersichtlichen Blick auf diese Kunstwerke aus Villen, die von der einstigen Blütezeit der Stadt zeugen und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Von der damaligen kulturellen Qualität der Stadt erzählt auch das griechische Amphitheater, in dessen Rund sich die Historie gut vorstellen lässt. Auch heute wird dieses Amphitheater für Live-Events genutzt.
Ebenfalls in die Liste des Weltkulturerbes wurden 1980 die Königsgräber von Nea Paphos aufgenommen. Sie entstammen der Zeit des 3. Jahrhunderts v. Chr., als die Ptolemäer die Insel Zypern beherrschten. Als Grabstätten wurden sie bis etwa 300 n. Chr. für die zyprischen Aristokraten genutzt.

Die frühchristliche Basilika aus dem 13. Jahrhundert, die über der größten frühbyzantinischen Basilika der Insel errichtet wurde und in deren Vorhof sich die Paulussäule befindet, war dereinst ein Ort, an dem – der Legende nach, der Apostel ausgepeitscht wurde, der später dem römischen Gouverneur Sergius Paulus das Christentum näher brachte.
Die Altstadt ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Dort bietet der örtliche Markt neben Obst, Gemüse und typischen lokalen Lebensmitteln auch Schmuck und Erzeugnisse des hiesigen Kunsthandwerks an.
Noch weiter zurück in die Vergangenheit gehen kann man im Archäologischen Bezirksmuseum, das neben Goldschmuck aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. auch römisches Glas und andere Fundstücke präsentiert. In Sachen antiker Mode gibt das Byzantinische Museum Auskunft. Außer Ikonen vom 12. bis 18. Jahrhundert und zahlreichen liturgischen Geräten sind dort auch Gewänder ausgestellt. Und ein privates Museum, das in einer Villa von 1984 untergebracht ist, sind typisch zypriotische Gegenstände des alltäglichen Lebens zu sehen, wie sie hierzulande in den vergangenen Jahrhunderten gebräuchlich waren.
Und der Strand am Felsen Petra Tou Romiou ist ohnehin einen Abstecher wert. „Genau“ dort soll die Göttin ja dem Meer entstiegen sein.

Die Grotte, wo Aphrodite einst gebadet haben soll und das Wasser bei Berührung noch heute „ewige Jugend“ verheißt, lohnt immerhin einen Versuch. Die Grotte der Aphrodite bei Latsi ist leicht erreichbar und das sich daran anschließende Naturschutzgebiet ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Ausflug mit einer kleinen Wanderung durch eine abwechslungsreiche und höchst erstaunliche Landschaft zu verbinden.
Sehenswert sind außerdem viele kleine, ungenannte Sehenswürdigkeiten: die moderne Kunst unter freiem Himmel beispielsweise, die aus Anlass der Kulturhauptstadt 2017 entstand, die neu belebten Gassen der Altstadt und vieles mehr.

Entdecken Sie die Kulturhauptstadt auf Zypern bei verschiedenen Ausflügen & Aktivitäten in Paphos.

Paphos als Kulturhauptstadt 2017

Wenngleich die Finanzkrise auch Zypern bei vielen Vorhaben einen Strich durch die Planung gemacht hat, so war Paphos dennoch fest entschlossen, mit viel Eigeninitiative und zahlreichen freiwilligen Helfer, kulturelle Highlights auf die Beine zu stellen. In den Medien war schon vom „Charme der Bescheidenheit“ zu lesen. Tatsache ist, dass sich hier keine Superlative wie in anderen großen Metropolen finden lassen, die sich bereits als Kulturhauptstadt präsentierten. Nur eines: Paphos ist durch die Finanzkrise die ärmste Kulturhauptstadt der Geschichte geworden. Eine große Herausforderung, aus der Not eine Tugend zu machen!
Während des ganzen Kulturjahres hat die Stadt mehr als 300 Veranstaltungen organisiert. Es kommen namhafte Gäste wie beispielsweise die Berliner Philharmoniker. In der Show „One Touch of Venus and Others“ ist Ute Lemper dabei. Die ganze Stadt ist zwangsläufig von den Events betroffen, denn die meisten werden unter freiem Himmel ausgetragen. Auch Kunstausstellungen mit Werken einheimischer Künstler sind größtenteils im Freien zu sehen. Hauptthema in den Werken ist die mythische Vergangenheit von Paphos. Schließlich ist Aphrodite die Göttin, die die Künstler inspiriert hat.
Und wenn im September zum 19. Mal das Aphrodite-Festival stattfindet, dann kann man im Amphitheater Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in prächtiger Kulisse erleben.
Eines ist sicher: Die Stadt punktet nicht mit elitären Bauten, den antiken ausgenommen, sie lockt bis in den Spätherbst mit sehr warmen Temperaturen, um sich im Freien aufzuhalten und die Stadt und ihre Menschen zu erleben.

Noch weiter zurück in die Vergangenheit gehen kann man im Archäologischen Bezirksmuseum, das neben Goldschmuck aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. auch römisches Glas und andere Fundstücke präsentiert. In Sachen antiker Mode gibt das Byzantinische Museum Auskunft. Außer Ikonen vom 12. bis 18. Jahrhundert und zahlreichen liturgischen Geräten sind dort auch Gewänder ausgestellt. Und ein privates Museum, das in einer Villa von 1984 untergebracht ist, sind typisch zypriotische Gegenstände des alltäglichen Lebens zu sehen, wie sie hierzulande in den vergangenen Jahrhunderten gebräuchlich waren.
Und der Strand am Felsen Petra Tou Romiou ist ohnehin einen Abstecher wert. „Genau“ dort soll die Göttin ja dem Meer entstiegen sein.
Die Grotte, wo Aphrodite einst gebadet haben soll und das Wasser bei Berührung noch heute „ewige Jugend“ verheißt, lohnt immerhin einen Versuch. Die Grotte der Aphrodite bei Latsi ist leicht erreichbar und das sich daran anschließende Naturschutzgebiet ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Ausflug mit einer kleinen Wanderung durch eine abwechslungsreiche und höchst erstaunliche Landschaft zu verbinden.
Sehenswert sind außerdem viele kleine, ungenannte Sehenswürdigkeiten: die moderne Kunst unter freiem Himmel beispielsweise, die aus Anlass der Kulturhauptstadt 2017 entstand, die neu belebten Gassen der Altstadt und vieles mehr.